Wir haben zum Kreistag am 03.12.25 einen Antrag eingebracht, der die klare Ablehnung der Flugroute „Cindy S“ festschreiben soll. Diese belastet das südliche Kreisgebiet noch stärker durch Fluglärm. Gerade Egelsbach ist bereits heute in besonderem Maße vorbelastet: durch den eigenen Verkehrslandeplatz (70.000 Flüge/ Jahr) mit Geschäfts- Polizei- und Trainingsverkehr, durch die Lage zwischen den Autobahnen A5 und A661 sowie durch die Nähe zum Frankfurter Flughafen mit seinen bestehenden An- und Abflugrouten. Eine zusätzliche Lärmbelastung durch Cindy S ist für die Bevölkerung nicht zumutbar, dies betrifft auch die Bürgerinnen und Bürgern in den südlichen Bereichen des Langener Stadtgebiets.
„Die Menschen im Kreis haben ein Recht darauf, dass ihre Gesundheit und Lebensqualität geschützt werden“, betont Boris Wilfert, Mitglied unserer Kreistagsfraktion. „Die bisherigen Berechnungen sind aus unserer Sicht unzureichend.“

Mit unserem Antrag fordern wir, dass sich auch der Kreistag klar gegen „Cindy S“ positioniert und dies transparent macht. Die Vertretung des Kreises in der Fluglärmkommission soll nach jeder Sitzung offen berichten, wie abgestimmt wurde. Zudem soll die Hessische Landesregierung aufgefordert werden, die Einführung der Flugroute nicht weiter zu verfolgen, die Belastungen für die Bevölkerung ernst zu nehmen und zusätzliche Maßnahmen zum Schutz vor Fluglärm einzuleiten.

„Wir stehen an der Seite der betroffenen Kommunen“, sagt Mahfooz Malik, Sprecher der Kreistagsfraktion. „Der Kreis Offenbach und auch der Kreistag müssen hier klar Haltung zeigen – für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger.“
Auch der grüne Langener Bürgermeisterkandidat Olaf Hermann spricht sich deutlich gegen die neue Route aus und verweist zudem auf die geplante Ausweitung der Frachtkapazitäten am Flughafen um rund 50 Prozent:
„Schwere Frachtmaschinen verursachen mehr Lärm und starten oft in Randzeiten. Zusammen mit einer möglichen dauerhaften Verlagerung der Route Cindy S würde das die Belastung für Langen und Egelsbach weiter verschärfen. Beides darf nicht isoliert betrachtet werden – wir brauchen eine zeitnahe Prüfung der Umwelt- und Gesamtauswirkungen.“ Er kündigt an, sich hierfür „als Bürgermeister und Kommunalpolitiker mit Nachdruck einzusetzen„.
Die Belastungsgrenzen sind erreicht – wir erwarten, dass auch der Kreistag hier entschlossen Position bezieht.
