Kommunalwahl 2026

Die Kommunalwahl am 15. März 2026 ist unsere Chance, dem Kreis Offenbach neuen Schwung zu geben. Seit über 20 Jahren dominiert eine Koalition aus CDU und SPD, die auf Verwaltung statt Gestaltung setzt. Zukunftsaufgaben wie die sozial-ökologische Transformation, der Ausbau moderner Mobilität oder nachhaltige Entwicklung wurden systematisch vernachlässigt. Wir Grüne wollen den Wandel – ökologisch, sozial und innovativ. Dafür streben wir eine aktive Rolle in einer neuen Kreisregierung an.

Kandidat*innen

1. Katy Walther

Unsere Spitzenkandidatin aus Obertshausen ist seit 2019 Abgeordnete des Hessischen Landtags und verkehrspolitische Sprecherin der grünen Fraktion und zudem für den Frankfurter Flughafen zuständig.

Mahfooz Malik

2. Mahfooz Malik

Der Technologieberater aus Rödermark ist derzeit Fraktionssprecher im Kreistag und unter anderem im Aufsichtsrat der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach.

3. Marlies Schefer

Unsere Fraktionssprecherin im Kreistag ist Mitglied in der Betriebskommission Rettungsdienst und im Aufsichtsrat der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach. Die Mühlheimerin arbeitet als Steuerberaterin.

Roger Winter

4. Roger Winter

Der Dozent für Kommunal- und Staatsrecht und ehemalige Bürgermeister von Obertshausen ist Vorsitzender im Ausschuss Bauen und Digitalisierung des Kreistags sowie Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss wie im Rechnungsprüfungsausschuss.

Leni-Sophie Hazelhof

5. Leni-Sophie Hazelhof

aus Dietzenbach

  • Lehramtsstudentin
  • Sprecherin der Grünen Kreisverbands
  • ehemalige Kreisschulsprecherin

6. René Bacher

aus Dietzenbach

  • Erster Stadtrat der Stadt Dietzenbach
  • stellvertretender Fraktionssprecher und digitalpolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion
  • Mitglied im Ausschuss für Bauen und Digitalisierung
Martina Dröll

7. Martina Dröll

aus Langen

  • Mitglied des Kreistags seit 2021
  • Sprecherin für Sozialpolitik und Integration im Kreistag
  • Mitglied im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeit
  • Stadtverordnete in Langen seit 30 Jahren, seit 2012 als Fraktionsvorsitzende
Meine Motivation

Politisches Engagement ist für mich immer ein wichtiger Teil meines Lebens gewesen.

Dies hat sich in den aktuell herausfordernden Zeiten noch verstärkt. Neben meinem Engagement für eine lebenswerte und geschützte Umwelt, sind es nach wie vor die Kinder und Benachteiligten unserer Gesellschaft, die mir am Herzen liegen.

Vernetzung über Langens Grenzen hinaus und eine lebendige Zusammenarbeit aller im Landkreis Offenbach engagierter Menschen und eine starke Zivilgesellschaft – dafür zu streiten macht politisches Engagement für mich immer wieder spannend und interessant.

Werner Kremeier

8. Werner Kremeier

aus Rodgau

  • Dipl. Psychologe
  • Vorsitzender im Ausschuss Europa, Kultur, Sport, Ehrenamt und Integration des Kreistags
  • Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss
  • Kulturpolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion
Karin Wagner

9. Karin Wagner

aus Rodgau

  • Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Energie, Verkehr und Planung des Kreistags
  • Mitglied im Denkmalbeirat
  • Mitglied Verbandsversammlung ZWO Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach
Olaf Hermann

10. Olaf Hermann

aus Langen

Meine Motivation

Ich sehe politisches Engagement als eine Art Generationenvertrag – der Gesellschaft heute etwas zurückgeben, in dem man dafür sorgt, dass man hier auch zukünftig unbeschwert und glücklich aufwachsen kann.

11. Sandra Liebing

aus Dreieich

  • Lehrerin in Langen
  • Stadtverordnete in Dreieich
  • Aktiv im Tierschutz
  • Herzensthemen: Tier- und Naturschutz, Klimaschutz, Frauenrechte

12. Cliff Hollmann

aus Hainburg

  • Rechtsanwalt
  • Fraktionssprecher in Hainburg seit 2013
  • Mitglied im Kreistag seit 2022
Meine Motivation

Ich möchte Verbesserungen im Kreis für unsere Umwelt — insbesondere die Energie- und Verkehrswende — erreichen und trete für eine tierfreundliche Gesellschaft ein.

13. Eliza Hagenah

aus Egelsbach

  • Psychologiestudentin an der Fernuni Hagen
  • Purser bei einer internationalen Fluggesellschaft
  • Kreistagsmitglied seit 2021
  • Mitglied im Ausschuss Bauen und Digitalisierung

14. Robin Klem

aus Rodgau

  • Lehrkraft in Dreieich
  • Mitarbeiter an der Hessischen Lehrkräfteakademie
  • Schwerpunktthema: Schule

15. Maria Sator-Marx

aus Neu-Isenburg

  • Förderschulrektorin i.R.
  • stellvertretende Vorsitzende Kreistag Offenbach
  • stellvertr. Vorsitzende Schulausschuss, Schulpolitische Sprecherin
  • Fraktionsvorsitzende in Neu-Isenburg
Weiter Ämter
  • Aufsichtsrat Koreal GmbH
  • Vorstand der Stiftung Miteinander Leben
  • Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Kreistags
  • in Neu-Isenburg Vorsitzende im Ausschuss: Haupt- und Finanzausschuss und Digitales
  1. Boris Wilfert (Rodgau)
  2. Ulrike Spiecker (Dreieich)
  3. Leon Böhm (Seligenstadt)
  4. Franziska Hedderich (Langen)
  5. Thorsten Bonifer (Seligenstadt)
  6. Manja Plehn (Dreieich)
  7. Cornelius Miller (Langen)
  8. Carolina Krahn (Rodgau)
  9. Alexander Roth (Obertshausen)
  10. Regina Grave (Rodgau)
  11. Oliver Gröll (Neu-Isenburg)
  12. Magdalena Carbow (Obertshausen)
  13. Ralf Kellen (Neu-Isenburg)
  14. Andrea Finas (Neu-Isenburg)
  15. Hans-Peter Bicherl (Hainburg)
  16. Silke Rückert (Seligenstadt)
  17. Günther Marx (Neu-Isenburg)
  18. Sadaf Rammah-Slavik (Heusenstamm)
  19. Frank Bechtold (Neu-Isenburg)
  20. Ulrike Löwe (Mühlheim)
  21. Thorwald Ritter (Hainburg)
  22. Heike Fischer (Obertshausen)
  23. Franz Dürsch (Rodgau)

Programm

Vorwort

Dieses Programm ist ein Angebot zum Mitmachen. Wir setzen auf die Kraft der Gemeinschaft: von Familien und Vereinen, Unternehmen und Initiativen, Jungen und Alten, von frischen Ideen und Erfahrung. Gemeinsam gestalten wir diese Region und machen sie lebenswert. Machen Sie mit!

Woran wir uns messen lassen: Spürbare Verbesserungen im Alltag der Menschen – dichtere, zuverlässige Takte bei Bus & Bahn, bezahlbares Wohnen, Schulen, die unsere Kinder stark machen.

Wir wollen stärken, was uns schützt: Frauenhäuser, Rettungsdienste, Hitze- und Katastrophenschutz bei Extremwetter, Schulsozialarbeit, grüne Innenstädte – jeder Euro, der in Sicherheit, Gesundheit und den Erhalt unserer Umwelt fließt, ist eine Investition in die Zukunft unseres Kreises.

Mobilität

Mobilität muss für alle gegeben sein. Für bessere Qualität im öffentlichen Nahverkehr wollen wir den Nahverkehrsplan im Kreis Offenbach fortschreiben. Verfügbarkeit und endlich Zuverlässigkeit – das sind die aktuellen Herausforderungen.

Unser Einsatz gilt sowohl der Regionaltangente West (RTW) als auch der Regionaltangente Süd (RTS) als Entlastung für die S1 und die S2, sowie der besseren Abstimmung der Verkehrsmittel untereinander. Auch die Anbindung in Nachbarkreise ist uns ein Anliegen. Als Beispiel gilt hier die Mainquerung zwischen Mühlheim und Maintal für Fuß- und Radverkehr, für die wir uns einsetzen. Auch Menschen ohne eigenes Auto beteiligen wir damit an der Mobilität.

Hopper

Der Hopper ist ein gelungenes kreisweites Mobilitätsangebot. Die Attraktivität des Hoppers wollen wir steigern, um die gesellschaftliche Akzeptanz und die Nutzungszahlen zu erhöhen. Das gelingt vor allem, wenn Wünsche der Nutzerinnen und Nutzer Beachtung finden. Der Hopper muss als Verkehrsmittel im Kreis Offenbach unbedingt erhalten bleiben. Er ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Mobilitätswende und soll Vorreiter für autonomes Fahren werden. Mit Pilotprojekten testen wir den Einsatz von selbstfahrenden Shuttles, senken langfristig die Betriebskosten und sichern den Anschluss im ländlichen Raum.

Bus- und Straßenverkehr

Die Bestrebungen der Kreisverkehrsgesellschaft für den Ausbau von Betriebshöfen und Ladeinfrastruktur unterstützen wir, Entscheidungen hierzu müssen beschleunigt werden. Die Ausschreibung für Busse im Kreisgebiet erhält damit die realistische Aussicht auf einen Betrieb mit klimafreundlichen Elektromotoren und die Abkehr vom klimaschädlichen Dieselbetrieb. Tangentialverbindungen im Kreisgebiet (X-Busse) wollen wir weiter ausbauen.

Wir wollen prüfen, ob eine zentrale Stelle beim Kreis den Regionalen Handwerkerparkausweis digital und schnell verfügbar machen kann, damit für Gewerbe unkompliziert ein solches Angebot gemacht wird.

Wir brauchen sichere Schulwege für unsere Kinder. Der Kreis als Schulträger sollte sich mit darum kümmern, dass in den Kreiskommunen brauchbare Schulwegepläne vorliegen und ein Schulstraßenprogramm etabliert wird. Wir kämpfen für einen „Tag der sicheren Schulwege“ im Kreis analog zum Tag des Wassers oder zum Tag der Energie, bei dem Best Practice Konzepte vorgestellt werden. Verkehrsversuche für mehr Sicherheit wie am Tannenmühlkreisel werden wir konstruktiv begleiten.

Schienenverkehr

Die Regionaltangente West (RTW) ist eines der wichtigsten Schienenprojekte des Rhein-Main-Gebietes. Die technisch machbare Verlängerung der RTW bis Langen muss unbedingt erfolgen, da sie die Rentabilität des gesamten Projekts massiv verbessert.

Für uns gehört die Dreieichbahn ebenso in das Netzangebot im Kreis Offenbach wie die Aufnahme des Schienenausbaus für den Ostkreis mit der S-Bahn-Strecke „Hanau – Hainburg – Seligenstadt“. Auch hierfür wollen wir uns als möglichst große GRÜNE Fraktion im Kreis Offenbach stark machen.

Die Odenwaldbahn durchzieht den Osten des Kreises mit dem Ziel Frankfurt am Main. Wir wollen den Kreis Offenbach zu einer aktiven Unterstützung der Erbacher Erklärung bringen, die besagt, dass die Odenwaldbahn mit längeren Bahnsteigen ausgebaut werden soll. Dabei stehen für uns auch die Erhöhung des Fahrtentaktes und die Prüfung einer Elektrifizierung mit Akkus für die Zugmaschinen im Vordergrund. Auch hier wollen wir für eine starke Rolle der GRÜNEN im Kreistag und viele Vertretungen im Aufsichtsrat der kvgOF erkämpfen.

Zwecks Entlastung der S1 und S2 kämpfen wir für eine Regionaltangente Süd, gleichzeitig ist uns besonders wichtig, dass S1 und S2 wieder in einen verlässlichen Viertel-Stunden-Takt zurückkehren.

Im Westen des Kreises wollen wir uns weiter dafür einsetzen, dass die Straßenbahn durch Neu-Isenburg bis nach Dreieich und Langen verlängert wird.

Ein zukunftsfähiger Schienenverkehr im Kreis Offenbach darf nicht mitten im Kreis enden. Deshalb setzen wir uns mit Nachdruck dafür ein, dass die bestehende S-Bahn-Linie S2 perspektivisch über ihren bisherigen Endpunkt in Dietzenbach hinaus nach Rödermark und weiter bis Darmstadt verlängert wird. Eine solche Verlängerung würde nicht nur neue Pendelverbindungen schaffen, sondern auch das Rhein-Main-Gebiet im Süden besser vernetzen und den Umstieg vom Auto auf die Bahn attraktiver machen.

Gerade für den südlichen Kreis Offenbach und den nördlichen Landkreis Darmstadt-Dieburg entstünde damit eine dringend benötigte, leistungsfähige und umweltfreundliche Verbindung zwischen Offenbach und Darmstadt. Sie würde die Verkehrsinfrastruktur im Ballungsraum deutlich entlasten, neue wirtschaftliche Impulse in der Region setzen und zugleich den Mobilitätswandel im ländlichen Raum voranbringen.

Wir fordern, dass der Kreis Offenbach die planerischen Voraussetzungen schafft, dass diese S-Bahn-Verbindung umgesetzt werden kann. Die kvgOF und der RMV sollen gemeinsam für die Mobilität aller eintreten – auch über Kreisgrenzen hinaus.

Radverkehr

Mit dem Rad sicher und schnell: Radverkehr ist für uns nicht nur Freizeitgestaltung, sondern Pendelverkehr. Dafür muss das Radhauptroutennetz im Kreis Offenbach durchgängig ausgebaut und gut ausgeschildert werden. Dem Kreis kommt hierbei sowohl als Kümmerer als auch als Koordinator für die Kreiskommunen eine wichtige Rolle zu. Der Bereich Verkehrs- und Mobilitätsplanung des Kreises Offenbach ist dazu mit ausreichend Geld auszustatten.

Für verbesserte Freizeitverkehre wünschen wir uns ein Konzept, dass touristische Attraktionen auch mit Bus und Fahrrad angefahren werden können. Dazu gehören auch ein passender Ausbau moderner Abstellanlagen sowie Mobilstationen mit Funktionalitäten wie Luftpumpen, Pausenmöglichkeiten und Fahrradparkplätze.

Wir wollen, dass der Kreis sich für Bikesharing-Angebote einsetzt und diese im Kreisgebiet zum Angebot macht.

Fußverkehr

Wir wollen, dass sich alle Menschen im Kreis Offenbach sicher, komfortabel und selbstständig zu Fuß bewegen können – egal ob mit Gehhilfe, Kinderwagen oder Schulranzen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass der Kreis auf seinen eigenen Verkehrswegen Gehwege und Haltestellen barrierefrei ausbaut und durchgängig gestaltet. Wo heute noch Engstellen, Stolperfallen oder fehlende Querungen den Weg erschweren, schaffen wir sichere und einladende Fußwege. Weiterhin soll der Kreis seine Kommunen hinsichtlich dieser Aspekte beraten und unterstützen.

Mehr Platz für Fuß- und Radverkehr bedeutet mehr Lebensqualität: weniger Lärm, saubere Luft und mehr Raum für Begegnung. Wir wollen, dass Kinder ihre Schulen wieder eigenständig erreichen können – zu Fuß oder mit dem Fahrrad, ohne Elterntaxi. Dafür braucht es sichere Querungen, verkehrsberuhigte Zonen und eine Planung, die den Fußverkehr als gleichberechtigten Bestandteil der Mobilitätswende versteht. Fußverkehr ist für uns kein Randthema, sondern das Fundament einer lebenswerten, klimafreundlichen und inklusiven Mobilität im Kreis Offenbach.

Hopper erhalten und verbessern | Elektrobusse für verlässliche Mobilität | Radwegenetz verbessern

Klima & Umwelt

Klima

Unser Kreis muss sich den Herausforderungen des Klimawandels mit zunehmenden Hitzetagen, Starkregenereignissen und Wassernot stellen. Wir fordern, dass der Kreis Offenbach aktiv Klimaschutz betreibt und den Ressourcenverbrauch reduziert. Gleichzeitig müssen wir die Klimaresilienzen im Kreisgebiet stärken, um auf Herausforderungen der Zukunft vorbereitet zu sein. Jeder Euro, den wir heute investieren, verringert künftige Kosten von Klimafolgeschäden und Katastrophen. Ein Erfolg GRÜNER Fraktionsarbeit hierfür ist die Einrichtung der Stelle Klimaschutzmanagement seit Mai 2025.

Wir wollen den Katastrophenplan in die Diskussion bringen und aktualisieren, da die Herausforderungen in Zeiten des Klimawandels andere geworden sind. Der Eindruck der Covid-Pandemie sollte Konsequenzen im Katastrophenplan zeigen. In diesem Plan wollen wir auch eine Abschätzung finanzieller Risiken für den Kreis Offenbach fixieren.

Nachdem der Kreis 2022 dem hessischen Bündnis der Klima-Kommunen beigetreten ist, wird es nunmehr Zeit, Klimaschutz- und -anpassungsmaßnahmen in Abstimmung mit den Kreiskommunen zu treffen. Neben der Aktualisierung des Klimaschutzkonzeptes aus dem Jahr 2023 ist eine Treibhausgasbilanz zu erstellen und ein Aktionsplan zu entwickeln. Folgende Maßnahmen sind hierbei vordringlich:

  • Ausbau und Koordination der Energie- und Fördermittelberatung für die Bürger*innen und Kreiskommunen.

  • Aktualisierung des Katastrophenplans mit einer Abschätzung finanzieller Risiken für den Kreis Offenbach. Wir wollen in diesem Rahmen die wichtigen Aufgaben von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk (THW), Eigenbetrieb Rettungsdienst und der zentralen Leitstelle unterstützen und im Kreis vernetzen.

  • Wir sehen den Kreis in der Pflicht, der veränderten Klimalage in einem weitsichtigen Klimaanpassungskonzept unter Einbeziehung der Kreiskommunen gerecht zu werden. Dazu gehört auch die Unterstützung der Kommunen bei der Wärmeplanung und Gebäudesanierung.

  • Wir wollen eine aktive Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit des Kreises mit Bürgerdialogen und Beteiligungskonzepten.

  • Fördermittel des Landes sollen projektbezogen für den Klimaschutzmanager herangezogen werden. Die Bezahlbarkeit des Klimaschutzes soll für einkommensschwache Haushalte gewährleistet bleiben.

Luftverkehr

Der Luftverkehr bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern speziell in unserem Kreis auch große Belastungen mit sich. Die GRÜNEN Schwerpunkte sind neuerdings wieder sehr akut. Unsere Forderungen sind daher:

  • Dem Fluglärm im Westkreis muss die Kreispolitik über die Fluglärmkommission deutlich die rote Karte zeigen. Flugroutenänderungen wie die stark kritisierte Route „Cindy-S“ müssen im Kreis Offenbach öffentlich thematisiert und im Sinne der Bevölkerung einer Änderung zugeführt werden. Dazu gehören auch die klassischen Methoden der Fluglärmreduzierung wie Steigwinkel und Geschwindigkeiten.

  • Wir kämpfen für eine Ausweitung des Nachtflugverbots von 23 bis 5 Uhr auf 22 bis 6 Uhr und stellen uns entschieden gegen mehr Flugverkehr in den Nachtrandstunden.

Tierschutz

Wir wollen die Tierschutzheime und -vereine im Kreis besser unterstützen, z. B. durch einen Tierschutzbeirat nach dem Vorbild des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Weiterhin wollen wir, dass der Kreis zusammen mit seinen Städten und Gemeinden sowie den Betreibern eine auskömmliche Finanzierung der Tierheime erreicht. In allen Kreisstädten und Gemeinden soll die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigänger-Katzen eingeführt werden, um die Arbeit der Tierschützer zu erleichtern und Katzenleid zu reduzieren. Wir wollen prüfen, ob Leinenpflicht für Hunde während der Brut- und Setzzeiten über den Kreis zu regulieren ist. Nach dem Grundsatz „weniger Tiere besser halten“ sollen bei eher weniger Nutztieren die Tierschutzstandards erhöht und vom Veterinäramt engmaschiger kontrolliert werden – ebenso Tiertransporte und Schlachthöfe.

Tierversuche sollen mit dem Ziel, dass Tierleid künftig vermieden wird, auf ein Mindestmaß beschränkt werden.

Wasser

Der schonende und bewusste Umgang mit Wasser, unserer Lebensgrundlage, wird in Zukunft immer wichtiger. Daher fordern wir:

  • Der Kreis soll mit der Unteren Wasserschutzbehörde seinen Verpflichtungen endlich nachkommen, Bachschauen durchführen, die Kommunen auf Missstände hinweisen und sie bei der Renaturierung unterstützen.

  • Im Zusammenwirken mit den Kommunen und dem Regionalverband wollen wir eine Planung für Versickerungsflächen erreichen.

  • Im Kreisgebiet sollen jene Kommunen, für die es sinnvoll ist, sukzessive den Erweiterungsbau einer vierten Klärstufe in Planung bringen.

  • Wir wollen weiterhin den Ökolandbau im Kreis Offenbach stärken und die Ausweitung über Kreismittel fördern.

Wald

Schädlingsbefall, Hitze und Wassermangel setzen den Wäldern in Deutschland stark zu. Wir setzen uns ein für eine schonende Waldbewirtschaftung, die dem Schutz des Waldes den Vorrang gibt. Wir wollen die Stilllegungsflächen nach FSC im Wald erhalten, um den Lebensraum Wald und damit die Artenvielfalt zu fördern und zu unterstützen.

Bau

Kreisbauten sollen auf das Klima und die Energie der Zukunft vorbereitet werden. Ab 2028 werden Preissteigerungen für Energie spürbar eintreten.

  • Beim Schulbau wollen wir, wo umsetzbar, den Anteil von Holzbau-Architektur deutlich erhöhen. Schulbauten wollen wir immer unter Mitwirkung der Schulgemeinde ermöglichen.

  • Wir machen Photovoltaik zum Standard auf allen geeigneten Dächern der Kreisverwaltung, von Schulen bis zu öffentlichen Einrichtungen. Bei bestehenden Gebäuden rüsten wir nach, bei Neubauten gilt: Solarmodule auf jedes Dach.

  • Für den Kreis wollen wir wirkungsvolle Konzepte zur Regenwassernutzung erreichen.

  • Ausschreibungen des Kreises sollen einen neuen und besseren Ökostandard bei den Baustoffen bekommen, die sich mit Recycling-Themen zu Baustoffen wie Zement und Beton befassen sollen.

Kreis Offenbach klimaneutral | Wasser- und Lärmschutz ausbauen | Tierschutzbeirat gründen | Ressourcenschonend bauen

Demokratie

Auch in unserem Kreis gibt es besorgniserregende Aktivitäten, die wir als Bedrohung für die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft sehen. Demokratiefeindlichen Parteien werden wir weiterhin die Stirn bieten, hohle politische Populismusphrasen aufdecken und sie entkräften. Wir machen uns daher zur Aufgabe, Bildungs- und Jugendprojekte zu stärken. Diese Aufgabe wollen wir auch in der Kreispolitik umsetzen. Wir wollen:

  • Förderung von Projekten des Austauschs von Schülerinnen und Schülern mit Städte- und Kreispartnerschaften.

  • Förderung von Jugendfahrten zu Gedenkstätten wie in Buchenwald und Auschwitz. Hierfür wollen wir enger mit der Jugendförderung im Kreis zusammenarbeiten.

  • Partizipation und Mitbestimmung in der Kultur: Mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger bei kulturpolitischen Entscheidungen, um eine demokratische und inklusive Kulturpolitik zu gewährleisten.

Bildungs- und Jugendarbeit fördern | Austausche ausbauen | Interkulturelle Kompetenz stärken

Leben & Soziales

Für den Bereich Soziales steht im Kreis das meiste Geld im Haushalt. Der angespannten Haushaltslage effizient zu begegnen, erfordert nicht nur eine auskömmliche, sondern auch effiziente Organisation, die den Erfordernissen würdevoll gerecht wird. Für ein gutes Leben ohne soziale Kälte im Kreis Offenbach.

Wohnen

Auch der Kreis Offenbach ist von dem Problem hoher und weiter steigender Mietpreise betroffen, wie alle Kommunen und Kreise im Rhein-Main-Gebiet. Wir wollen alle Möglichkeiten ausschöpfen, die Mietpreise bezahlbar zu halten.

  • Wir streben die Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft an, die günstigen und nachhaltigen Wohnraum für alle schafft. Holzmodulbauweisen bieten hierfür ökologische und flexible Lösungen. Ziel ist es, durch gemeinsame Projekte, kreisweite Förderprogramme und koordinierte Bodenpolitik neue Spielräume für sozialen und nachhaltigen Wohnungsbau zu eröffnen. Auch innovative Konzepte wie Zwischennutzungen oder kreisweite Wohnungstauschbörsen sollen geprüft werden, um bestehende Flächen effizienter zu nutzen. Angesichts der Inflation und steigender Baukosten halten wir am Grundsatz fest: Wohnen ist ein soziales Grundrecht für alle Menschen.

Kinder und Jugend

Wir wollen eine bessere Vernetzung der Kinder- und Jugendhilfe mit der Ausländerbehörde, um Doppelbearbeitungen und Hemmnisse auszuräumen. Auch in diesem Bereich muss das Antragswesen weiter digitalisiert werden.

  • Die zur Verfügung stehenden Plätze für Inobhutnahmen reichen im Kreis Offenbach nicht aus. Das wollen wir dringend ändern.

  • KiTa-Plätze und Betreuungsplätze für Grundschulkinder im Kreisgebiet sollen im Zusammenwirken mit den Kommunen klagesicher in der erforderlichen Höhe ausgebaut werden. Wir wollen vermeiden, dass für Schadenersatzklagen wegen fehlender Betreuung Steuergeld ausgegeben wird.

  • Jugendlichen wollen wir nach Kräften mehr Partizipation ermöglichen und sie bei der Vernetzung in Politik und Gesellschaft unterstützen. Daher wollen wir unsere Zusammenarbeit mit Jugendgremien wie der Kreisschülervertretung, dem Jugendforum, dem Kreisjugendhilfeausschuss (KJHA) sowie Vereinen und Jugendinitiativen intensivieren. Wir wollen die Rechte der Kinder bei allen sie betreffenden Entscheidungen berücksichtigen.

  • Weiterhin fordern wir, dass zukünftig alle Anträge der Parteien, die die Belange von jungen Menschen und des KJHA betreffen, vor der Beschlussfassung im Kreistag auf die Tagesordnung des KJHA kommen und im Gremium beraten werden.

  • Für eine zukünftige Sicherung unserer Wirtschaft und eine Begegnung des Arbeits- und Fachkräftemangels streben wir die Unterstützung bei der Schaffung von Wohnraum für Studierende und Auszubildende an.

Geflüchtete

Wir GRÜNEN im Kreis stehen für eine klare Haltung und transparente Kommunikation in der Integrationspolitik. Die Errichtung weiterer großer Sammelunterkünfte wollen wir verhindern, Unterbringung soll dezentral fortgesetzt werden.

  • Wir wollen eine Betreuung der Traumatisierten ermöglichen und als Kreis an diesen Stellen für einen Ausbau sorgen, wo dies bereits geschieht. Prävention sollte sich der Kreis hier leisten.

  • Wir wollen insbesondere Mitarbeitenden in der Verwaltung Kurse für interkulturelle Kompetenz ermöglichen und die Teilnahme daran fördern.

Frauen

Frauenpolitik ist seit jeher wichtiger Teil GRÜNER Programmatik. In unserer Kreispolitik stellen wir uns klar gegen den Kurs eines konservativen Rückfalls ins letzte Jahrtausend. Für uns stehen folgende frauenpolitsche Maßnahmen in der Sozialpolitik des Kreises im Vordergrund.

  • Die Zahl der Plätze hiesiger Frauenhäuser unterschreitet massiv, was gemäß Gewalthilfegesetz für den Kreis Offenbach notwendig wäre. Der Schutz vor Gewalt ist Ausdruck der Menschenwürde. Die bisherige Arbeit unserer Fraktion in diesem Bereich soll verstärkt, öffentlich sichtbar gemacht und konsequent fortgeführt werden. Wir fordern eine Erhöhung der Plätze im Sinne der UN-Istanbul-Konvention.

  • Wir wollen die Einrichtung einer „Hotline nach Vergewaltigung“ erreichen, die im Zusammenwirken mit den Krankenhäusern und der Leitstelle realisiert werden soll.

  • Wir fordern eine hauptamtliche Stelle für Frauen und Gleichstellung.

Teilhabe und Inklusion

Menschen mit Behinderung sollen im Kreis Offenbach mitentscheiden können. Wir setzen uns dafür ein, dass ein Inklusionsbeirat (Behindertenbeirat) eingerichtet wird, der regelmäßig tagt, Barrierefreiheit begleitet und bei politischen Entscheidungen mitwirkt. Wer Teilhabe ernst nimmt, muss Menschen mit Behinderung auch eine Stimme geben. Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet uns dazu: Nichts über uns ohne uns.

Sozial- und Eingliederungshilfe

Menschen ohne Obdach gibt es auch im Kreis Offenbach. Im Ringen um die Zuständigkeit wollen wir entwürdigendes Hin und Her beenden. Auf der Basis des Nationalen Aktionsplans gegen Wohnungslosigkeit schlagen wir diese Maßnahmen vor:

  • Wir wollen zentral über die Kreisverwaltung organisierte Anlaufstellen für die Betreuung und Versorgung obdachloser Menschen. Zu den Leistungen gehören niedrigschwelliger Zugang zu Wohnraum, medizinische Unterstützung und soziale Begleitung.

  • Um den Herausforderungen des demographischen Wandels begegnen zu können, ist die wertvolle Arbeit der Leitstelle Älterwerden für uns wichtig und soll mit mehr Kapazität ausgestattet werden.

  • Die sozialen Dienste der Kreis-Kommunen werden durch einheitliche Richtlinien im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen entlastet. Hilfsbedürftigen gibt dies im Ergebnis Orientierung und Rechtssicherheit.

  • Der Kreis soll sich dafür einsetzen, dass der Landeswohlfahrtsverband reformiert wird. Dabei geht es uns insbesondere darum, den drohenden Abbau von Leistungen zu verhindern.

Gesundheit

Wir fordern eine Bedarfsermittlung für Pflegeplätze im Kreis. Auch für die Belegung von Pflegeplätzen wünschen wir uns eine stärkere Koordinationsrolle des Kreises. Viele Menschen landen in der Pflege, weil sie nach einem Klinikaufenthalt keine Reha antreten können: zu weit weg, zu spät bewilligt oder schlicht nicht machbar. Dabei wäre genau in diesem Moment Hilfe entscheidend. Mobile Reha kommt nach Hause, unterstützt im Alltag und kann Pflegebedürftigkeit verhindern. Wir wollen im Kreis Offenbach ein Modellprojekt starten, das zeigt, wie frühzeitige Unterstützung Kosten senkt, Selbstständigkeit erhält und Menschen vor dem Heim bewahrt.

  • Wir wollen mit Blick auf das Leben in Zeiten des Klimawandels im Kreis Offenbach einen wirkungsvollen Hitzeschutzplan einrichten.

  • Wir wollen eine zentrale Erfassung von Bedarf und Angebot von Pflegeplätzen im Kreis etablieren.

  • Wir wollen prüfen, ob der Kreis für die Wiedereingliederung nach Klinikaufenthalten eine mobile Reha einrichten kann.

  • Der Eigenbetrieb Rettungsdienst soll im Kreis Offenbach gestärkt werden. Wir befürworten die Einführung eines Tele-Notarztsystems.

  • Im Kreis Offenbach existieren zu wenige Hospize. Wir wollen eine aktive Rolle des Kreises Offenbach bei deren Förderung.

Psychische Gesundheit als Teil öffentlicher Vorsorge

Wir setzen uns für den Ausbau der psychologischen Versorgung ein – insbesondere im Bereich der Gewaltprävention. Menschen mit psychischen Erkrankungen benötigen frühzeitige Unterstützung. Wir fördern Trauma-Kurse, stärken Selbsthilfegruppen und qualifizieren ehrenamtlich Engagierte. Psychische Gesundheit ist eine zentrale Säule öffentlicher Sicherheit und darf nicht länger vernachlässigt werden.

Hohe Mieten bekämpfen | Frauenhäuser ausweiten | Verwaltung der Ämter verbessern | Angebote gegen Obdachlosigkeit schaffen | Psychologische Begleitung ausweiten

Schule

Bildung ist die Eingangstür zu persönlichem Erfolg und selbstbestimmtem Leben. Wir setzen uns für ein qualitativ hochwertiges Schulangebot ein. Gute Schulen sind mitverantwortlich, Kindern die bestmöglichen Voraussetzungen für ihren Bildungsweg und ihre berufliche Zukunft zu bieten. Der Kreis als Schulträger investiert in die Schulen, um deren Qualität zu erhalten und zu erhöhen. Dazu gehören u. a. ein ausreichendes Raumangebot, bedarfsgerechte und gute ganztägige Angebote für Grundschulkinder sowie Schulsozialarbeit. Wir begrüßen und unterstützen ganztägige Angebote für die Jahrgangsstufen fünf bis sechs.

Die kreiseigene Gesellschaft KOREAL hat in den vergangenen Jahren die Gebäudewirtschaft der mehr als 90 Schulen des Kreises erheblich vorangetrieben. Die Schul- und Hallendächer werden kontinuierlich nicht nur saniert, sondern auch in erheblichem Umfang für Photovoltaik und Solarthermie genutzt. Schulgebäude werden ökologisch und nachhaltig saniert und erneuert.

Wir fordern:

  • Bei der Ausweisung von Neubauflächen geeignete Grundstücke für schulische Neu- und Erweiterungsbauten sicherstellen – in Kooperation mit den Kreiskommunen.

  • Bei Entscheidungen zu Schulgebäuden und Schulhöfen muss die Schulgemeinde frühzeitig einbezogen werden, um aktiv mitgestalten zu können.

  • Der Ganztag kommt in die Schulen, so ist es gesetzlich vorgegeben.

    • Alle Schulen im Kreisgebiet sollen auf die räumlichen Anforderungen der Richtlinie ganztägig arbeitender Schulen überprüft werden.

    • Die Schulkindbetreuung muss im engen Zusammenwirken mit der Schule organisiert sein.

    • Wir wollen hierfür Konzepte für eine umsetzbare Doppelnutzung von Räumen im Sinne des Unterrichts. Sinnvolle Nutzung bedeutet für uns hierbei Nutzung für den Nachmittagsunterricht, aber auch multifunktional mit Blick auf den demografischen Wandel.

    • Wir unterstützen Verträge mit den Caterern an ganztägig arbeitenden Schulen, die gesunde und regionale Mahlzeiten anbieten.

    • Wir wollen kulturelle Bildung in ganztägigen Angeboten stärken, indem Schulen und Musikschulen enger kooperieren. Es geht hierbei um zukünftig gefestigte Persönlichkeiten von Kindern und Jugendlichen und gleichzeitig um die Zukunft der Musikschulen im Kreis.

  • Umgestaltung der Schulhöfe/Außengelände der Schulen: Entsiegelung von Flächen, kindgerechte und pädagogische Gestaltung zu Lernorten, Natur-, Erfahrungs- und Bewegungsräumen, auch Regenwasseraufbereitung.

  • Schulgebäude – einschließlich der Arbeits- und Aufenthaltsbereiche für Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und weitere Mitarbeitende – systematisch auf Hitzeschutz überprüfen. Effektive Hitzeschutzmaßnahmen planen und baulich realisieren, dazu gehören öffentliche Trinkbrunnen und Begrünung durch Rank-Gitter für ausreichende Beschattung.

  • Gemeinsame Pädagogische Tage aller an einer Schule beschäftigten pädagogischen Akteure zu Themen wie doppelte Raumnutzung oder Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams.

  • Digitale Förderung heißt für uns auch Kulturförderung durch Netzausbau. Viele kulturelle Inhalte sind inzwischen auch digital. Für uns bedeutet dies auch die Schaffung des Zugangs zu Kulturinhalten in Schulen.

  • Schulen bei geplanten Aktionen zu den Themen Fair Trade, Aktivitäten gegen Diskriminierung, Rassismus und Mobbing unterstützen.

  • Beim Schulentwicklungsplan wollen wir ganze Schulgemeinden mit ins Boot holen und durch enge Zusammenarbeit auch eigenen pädagogischen Konzepten eine Chance geben.

  • Kulturelle Bildungsangebote in Schulen, Jugendzentren und Gemeinden frühzeitig fördern, um kreative Kompetenzen zu schaffen.

  • Wir wollen Schulen beim weiteren Ausbau der Schulsozialarbeit unterstützen. Es ist ein grüner Erfolg, dass wir inzwischen eine flächendeckende Schulsozialarbeit an den Schulen im Kreis etablieren konnten. Ziel ist eine gerechte, bedarfsorientierte und präventive Unterstützung für alle Kinder und Jugendlichen im Kreis Offenbach.

  • Ökologisches und nachhaltiges Bauen soll zukünftig noch konsequenter für Schulbauten umgesetzt werden. Wir wollen dabei auch den Anteil von Holzbau-Architektur weiter erhöhen.

  • Wir wollen Barrierefreiheit für alle Schulen im Kreis.

  • Konzepte von inklusiv arbeitenden Schulen verdienen die Unterstützung des Schulträgers.

    • Sorgeberechtigte werden bei der Beantragung von schulbegleitenden Hilfen, wie Teilhabeassistent*innen und Schulbegleitung, qualifiziert unterstützt.

    • Wir wollen Schulen ohne Barrieren im gesamten Kreisgebiet. Differenzierungsräume und barrierefreie Zugänge sind für ganztägig arbeitende Schulen selbstverständliche Voraussetzung.

Ganztagsschule in Räumen abbilden | Schulbauten inklusiv und hitzesicher | Schulsozialarbeit ausbauen | Architektur energetisch für die Zukunft rüsten

Kultur als Qualitätsmerkmal

Kultur ist mehr als Bühne und Konzertsaal. Sie ist eine wichtige Grundlage des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Wir wollen den Kreis in der Kulturpolitik weiterentwickeln und diesen wichtigen Bereich weiter stärken.

  • Kultur ist preiswürdig: Der Kreis soll wieder einen Kulturpreis vergeben, idealerweise im jährlichen Wechsel mit dem Kulturförderpreis für junge Künstlerinnen, Künstler und Gruppen.

  • Kultur wirkt auch in kleinem Rahmen. Wir stärken die lokale Kulturlandschaft: Kleine, unabhängige Kulturinitiativen, Vereinen, Museen, Theatergruppen und freie Kulturschaffende brauchen Unterstützung, damit unsere vielfältige Kulturlandschaft erhalten bleibt.

  • Sportvereine stehen vor neuen Herausforderungen. Jedem sechsten Sportverein droht aus unterschiedlichen Gründen das Existenz-Ende. Der Kreis soll in Krisenlagen und bei Fragen von Vereinsfusionen unterstützen können.

  • Kultur und Sport sind Motoren für soziale Integration, kulturelle Vielfalt und Inklusion: Wir wollen sicherstellen, dass kulturelle und sportliche Angebote für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich sind, inklusive marginalisierte Gruppen und Menschen mit Behinderungen, um ein offenes und tolerantes gesellschaftliches Miteinander zu stärken.

  • Nachhaltigkeit in Kultur und Sport stärken: Wir wollen Veranstaltungen nachhaltiger und umweltfreundlicher ermöglichen und daher klimafreundliche Konzepte unterstützen und fördern.

  • Kultureinrichtungen nachhaltig finanzieren: Wir wollen eine stabile Finanzierung für Theater, Museen, Bibliotheken und andere kulturelle Einrichtungen sicherstellen.

  • Internationale und interkulturelle Zusammenarbeit fördern: Wir wollen Austauschprogramme und Kooperationen mit unseren internationalen Partnerregionen anstoßen und fördern, um kulturelle Vielfalt und Verständigung zu stärken.

  • Kultur als Visitenkarte des Kreises: Wir stehen zum Kreisjugend Jazzorchester. Dieses wollen wir wirtschaftlich sichern, damit es zu einem „Aushängeschild“ der vielfältigen und qualitätvollen Kulturlandschaft des Kreises wird.

Kulturpreis einführen | Kreisjugend Jazzorchester absichern | Interkulturelle Vielfalt stärken | Sportvereine unterstützen

Wirtschaft & Finanzen

Die finanzielle Grundlage für den Kreishaushalt ist die Kreis- und Schulumlage, die von den 13 Kommunen im Kreis Offenbach erbracht wird. Doch die Spielräume sind eng: Der Kreis stemmt neben den ihm übertragenen Aufträgen zentrale Zukunftsaufgaben wie Nahverkehr, Schulbau und Klimaschutz – und steht dabei finanziell mit dem Rücken an der Wand. Immer neue gesetzliche Pflichtaufgaben von Bund & Land, ohne ausreichende Finanzierung, zehren an den finanziellen Spielräumen. Die freiwilligen Leistungen des Kreises sind auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Wir GRÜNEN wollen die Kreisfinanzen stabilisieren: durch eine faire Aufgabenteilung, die konsequente Nutzung von Fördergeldern, mehr Kooperation zwischen Kreis und Kommunen und eine Bündelung von Kräften – etwa in der Wirtschaftsförderung. So schaffen wir Freiräume für das, was unsere Region wirklich voranbringt.

Darüber hinaus wollen wir im Kreis folgende Maßnahmen voranbringen:

  • Der Kreis soll die Finanzierung von nachhaltigen Investitionen – z.B. Schulsanierungen/-neubauten, ÖPNV, das geplante Gefahrenabwehrzentrum – über ein grünes Schuldscheindarlehen als Alternative zur herkömmlichen Kreditaufnahme (Bank-/Sparkassendarlehen) darstellen. Damit wird dem Vorbild von Kommunen wie der Stadt Offenbach gefolgt, die den wachsenden Markt für nachhaltige Finanzierungen nutzen.

  • Viele Chancen bleiben ungenutzt, weil Fördergelder von EU, Bund und Land nicht beantragt werden. Wir wollen ein zentrales Fördermanagement für den Kreis, um hiesige Projekte wirkungsvoll mit Fördermöglichkeiten aus Land, Bund und EU auszustatten. Insbesondere Sonderinvestitionen verlangen einen personellen Ausbau an dieser Stelle. Die Stelle soll auch die Kreis-Kommunen bei diesem Thema unterstützen.

  • Bei der Aufstellung von Wirtschaftsplänen berücksichtigen wir Klimarisiken und -chancen systematisch, damit Investitionen langfristig planbar, resilient und wettbewerbsfähig bleiben.

  • Der Kreis soll die rechtlichen Möglichkeiten ergreifen, geleistete Unterhaltsvorschüsse von den Unterhaltspflichtigen zurückzuholen. Die sogenannte „Rückgriffsquote“ soll mindestens auf das Bundesniveau von 17 % gebracht werden – sie liegt im Kreisgebiet nur bei 13 %.

  • Wir fordern eine grundlegende Reform des kommunalen Finanzausgleichs (KFA): transparent, aufgabenorientiert und gerecht, damit wir in unserem Kreis zum Beispiel auch zukünftig einen bedarfsgerechten Nahverkehr bereitstellen können. Nur mit einer fairen und verlässlichen Finanzierung können unsere Landkreise und Kommunen ihre Verantwortung für soziale Daseinsvorsorge, Bildung, Klimaschutz und Infrastruktur erfüllen.

  • Das System Landeswohlfahrtsverband muss transparenter und effizienter werden. Die Umlagen belasten unseren Kreishaushalt massiv. Klare Aufgaben, nachvollziehbare Mittelverwendung und weniger Bürokratie könnten die Landkreise hier entlasten.

  • Um die Kreisumlagen zumindest zu stabilisieren – und damit die Abgabenlast für die Kreiskommunen – soll die Kreisverwaltung eine umfassende Aufgabenkritik durchführen in Kombination mit Konsolidierungsmaßnahmen, die sie zusammen mit externer Expertise erarbeitet. Der Prozess soll in der anstehenden Wahlperiode zeitnah angestoßen und abgeschlossen werden.

Kreisverwaltung

Mit ca. 1.000 Mitarbeitenden spielt der Kreis auch als regionaler Arbeitgeber eine Rolle. Die Attraktivität der Jobs im Kreis wollen wir steigern. Neben einem „offenen Ohr“ für den Personalrat treten wir mit unserer Vision für die Zukunft an:

  • Unsere Verwaltung wird digital, transparent und serviceorientiert – zugänglich für alle Menschen und resilient gegenüber Krisen. Digitalisierung soll den Behördenalltag erleichtern und Bürger*innen das Leben einfacher machen. Für uns bedeutet digitale Verwaltung mehr als PDF-Uploads: Alle Verwaltungsleistungen sollen durchgängig elektronisch, sicher, barrierefrei und in verständlicher Sprache verfügbar sein.

  • Die gezielte Nutzung von Fördermitteln ist ein wichtiger Baustein für soziale Infrastruktur. Fördergeld-Management muss nachvollziehbar und wirksam sein. Wir wollen hierfür Personal einstellen.

  • Wir wollen einen Versorgungsatlas einführen: Viele Menschen wissen nicht, welche Hilfen es gibt – ob bei Pflege, Krisen, Familienproblemen oder Behinderung. Der bestehende Chatbot hilft bei Verwaltungsfragen, aber nicht in belastenden Lebenslagen. Deshalb setzen wir uns für einen digitalen Versorgungsatlas ein, der auf einer interaktiven Karte zeigt, was wo erreichbar ist. Hier kann nach Lebenssituation, Zielgruppe und Wohnort gefiltert und gefunden werden. Mit Zuständigkeiten, Kontaktdaten, Öffnungszeiten und barrierefreiem Zugang.

  • Die Kreisverwaltung soll weiter und umfangreicher Möglichkeiten zum Laden von E-Fahrzeugen anbieten, etwa in einem ersten Schritt für die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung.

  • Für das Beschaffungswesen im Kreis gestalten wir Leitlinien, die Material- und Energieverbrauch schrittweise reduzieren und so Umweltverträglichkeit sicherstellen.

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