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21.03.2007 | Rubrik: Presse | Thema: Soziales | Stichwort: Hausaufgabenhilfe

Hausaufgabenhilfe

Grüne: Falsches Sparen mit schräger Trickserei

Während im Kreishaushalt 2007 noch erläutert ist „Die Hausaufgabenhilfe wird (...) im Laufe der nächsten Jahre schrittweise abgebaut. Die Rückführung korrespondiert mit dem Aufbau der pädagogischen Mittags- bzw. Ganztagsbetreuung“ wird in der Antwort vom 13.3.07 des Kreisausschusses auf eine Anfrage der grünen Kreistagsfraktion klar: Alle Angebote von Hausaufgabenhilfe werden bis 2009 abgebaut – völlig egal, welches Leistungsangebot eine Schule bietet: „Ab dem Zeitpunkt, ab dem das Hausaufgabenprojekt des Kreises ausläuft, liegt es im Verantwortungsbereich der einzelnen Schulen, geeignete Fördermaßnahmen einzuleiten und zu organisieren.“

„Wir halten nicht nur die Rückführung des Angebots für falsch, sondern sind auch empört über den üblen Trick, mit dem der Kreisausschuss sein Vorgehen vernebelt! Schließlich steht bei der Hälfte der Schulen ein Ganztagsangebot gar nicht in Rede!“, betont Dr. Klaus-Uwe Gerhardt, schulpolitischer Sprecher der Fraktion, und statuiert: „´Schulstandort Nr. 1´ und `Integration´ sind offensichtlich nur Vokabeln für Sonntagsreden der politisch Verantwortlichen im Kreis.“

Auf die geharnischte Kritik der Grünen stößt der Sozialdezernent Carsten Müller, der die Hausaufgabenhilfe als `unzeitgemäß´ einstufte. „Unzeitgemäß ist allenfalls, dass das Angebot nicht ausgebaut wird“, betont Dr. Klaus-Uwe Gerhardt dazu, „nicht nur die Schulgemeinden sondern auch beispielsweise der IHK-Präsident unterstreichen nachdrücklich die hohe Bedeutung dieses Zusatzangebots!“

Für die Grünen ist die Hausaufgabenhilfe ein elementarer Baustein im schulischen Angebot. „Die viel gelobte vorschulische Sprachförderung muss in der Grundschule an ein Angebot andocken können“, erläutert Vecih Yasaner, integrationspolitischer Sprecher der Fraktion, „Die Streichung der 80.000 Euro ist ein völlig falscher und kontraproduktiver Sparansatz und wird dazu beitragen, dass auch weiterhin das Ergebnis der Unicef-Studie gilt: `Die Integration der Jugendlichen ins hessische Schulsystem ist nicht gelungen.“

Die Hausaufgabenhilfe war 1978 als freiwillige Leistung des Kreises beschlossen worden, um die schulische Situation ausländischer Kinder zu verbessern. „Selbstverständlich muss im Gegensatz zu dieser Beschlusslage die Hilfe allen Kindern offen stehen“, so Dr. Klaus-Uwe Gerhardt weiter dazu, der einräumt, dass ein veränderter Angebotszuschnitt auch ein Nachdenken über andere Finanzierungskooperationen erzwingt: „Das Land Hessen ist hier auch gefragt!“

Bereits in der letzten Kreistagssitzung im Februar hatten die Grünen mit einem Antrag unterstrichen, dass für sie eine Streichung nur bei Sicherstellung eines ersetzenden Angebots in Frage kommen kann. „Selbst mit einem Ganztagsangebot ist es aber schwierig, eine notwendige individuelle Hilfe zu organisieren“, ergänzt Dr. Klaus-Uwe Gerhardt ausdrücklich und betont, dass gerade diese individuelle Hilfe in kleinen Gruppen viele Schülerinnen und Schüler vor einem schulischen Abrutschen retten kann.

Tatsache ist, dass die Hausaufgabenhilfe an 5 Schulen bereits zum Jahresende 2006 gestrichen wurde, an zwei Schulen im Sommer 07 auslaufen soll, an einer Schule im Sommer 08 und an zwölf Schulen in 2009. Von den 20 Grundschulen bieten fünf ein pädagogisches Mittagsangebot an, in einer Schule soll dies ab kommendem Schuljahr eingerichtet werden, vier weitere haben Anträge dafür gestellt. An der Hälfte der Schulen ist ein zusätzliches Angebot überhaupt nicht absehbar!

„Wir geben die Hoffnung nicht auf und werden weiter auf ein Überdenken der Beschlusslage pochen!“, so Dr. Klaus-Uwe Gerhardt und zitiert den IHK-Präsidenten Ingo Mayer dazu: „Ich finde das sehr enttäuschend. Durch kleinliche Kürzungen an der Bildung nehme man den Kindern und Jugendlichen die Chance, in einer globalisierten Welt zu bestehen.(...) Es trifft genau die Problemgruppen, die wir hinterher nicht in die Ausbildung bekommen!“


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