23.09.2010 | Rubrik: Presse | Thema: Umwelt / Natur | Stichwort: Artenvielfalt
Bedrohte Bienenvölker sind ein Alarmsignal
Grüne unterstützen Imker

Hans-Peter Bicherl
Foto: Uta MoslerUmfassend informiert hat sich die Kreistagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen bei Vertretern der Imkerverbände aus dem Kreis Offenbach über die wachsenden Probleme bei der Bienenzucht in der hiesigen Region.
„Die Bienen sind ein entscheidender Indikator für ökologische Schädigungen. Auch im Kreis Offenbach klagen die Imker über steigende Verluste bei ihren Bienenvölkern. Das darf als Alarmsignal nicht überhört werden“ betont Hans-Peter Bicherl, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion aus Hainburg.
„Das Schwinden der Blühpflanzen und der damit verbundene Nahrungsmangel für Bienen wirkt sich auch hier in der Region aus“, erläutert Hans-Peter Bicherl, „Durch relativ einfache Maßnahmen können die Imker in dieser Hinsicht unkompliziert und effektiv unterstützt werden.“
„Wenn Kreis und Kommunen beispielsweise monotone Rasenflächen und Straßenbegleitgrün in bunte, blühende Inseln verwandeln, profitieren alle davon. Denn solche Bienenweiden leisten einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt und entlasten zudem die öffentlichen Haushalte, weil weniger Mäheinsätze nötig sind“, unterstreicht Hans-Peter Bicherl und betont, „Wir unterstützen ausdrücklich die Forderungen der Imker zum Erhalt vitaler Bienenvölker und damit dem Erhalt unseres Ökosystems und der Artenvielfalt.“
Neben dem Schwinden von Blühpflanzen und dem damit verbundenen Nahrungsmangel gehören Monokulturen, Intensivlandwirtschaft mit steigendem Einsatz von Herbiziden, Insektiziden und Fungiziden sowie eine Ausbreitung von Agro-Gentechnik zu den immensen Bedrohungspotentialen für Bienenvölker.
„Das Fachwissen der Imker muss bei Entscheidungsträgern auf offene Ohren stoßen“, so Hans-Peter Bicherl abschließend, „deshalb werden wir uns für die Mitwirkung der Imker in Arbeitsgemeinschaften und Beiräten einsetzen. Ein verbesserter Informationsaustausch und eine engere Zusammenarbeit mit den Imkerverbänden würde letztlich unserer Umwelt und damit allen zugute kommen.“


