04.02.2011 | Rubrik: Presse | Thema: Verkehr | Stichwort: Flughafen, Nachtflugverbot
Initiative pro Nachtflugverbot
Ein Signal, das bei der Landesregierung nur auf taube Ohren stösst

Maria Sator-Marx
Foto: Uta MoslerDie grüne Kreistagsfraktion begrüßt die Initiative der 13 Städte und Gemeinden sowie der beiden Landkreise für ein absolutes Nachtflugverbot.
„Leider kommt diese Initiative aber ziemlich spät und beinhaltet auch nur den Minimalkonsens der so genannten Mediationsnacht von 23.00 – 5.00h“, so Maria Sator-Marx, Sprecherin der Kreistagsfraktion in Sachen Flughafen, die dazu bedauert, dass diese Aktion ein weiteres Mal offenbart, dass immer noch nicht alle an einem Strang ziehen: „Offensichtlich geht man vielerorts weiterhin davon aus, dass der Fluch des Lärms nur die anderen trifft. Gerade angesichts der jüngsten Protestwelle in einigen Kreiskommunen aufgrund der Tests für neue Anflugverfahren hätten wir einen breitere Unterstützung des kleinsten gemeinsamen Nenners erwartet.“
Auch wenn sich in dieser Initiative kommunale Spitzen verschiedener Parteien zusammengefunden haben, prallt sie an dem zuständigen Wirtschafts- und Verkehrsministers Posch (FDP) ab, der nach wie vor keinen Grund sieht, die Revision des Landes Hessen beim Bundesverwaltungsgericht zurückzuziehen.
„Einmal mehr macht der FDP-Minister mit seiner Reaktion deutlich, dass er sich einzig den Interessen der Fluggesellschaften und Frachtunternehmen verpflichtet fühlt und den gesundheitlichen Interessen der Bevölkerung genauso wie dem Mediationsergebnis keine Beachtung schenkt“, unterstreicht Maria Sator-Marx, „Geradezu zynisch erscheint es da, wenn Befürworter von Stuttgart 21 das Mediationsverfahren zum Frankfurter Flughafen als leuchtendes Beispiel preisen!“
„Die Region steht in ihrer Lebensqualität vor eklatanten Einschnitten, wenn die Landebahn absehbar in Betrieb geht“, so Maria Sator-Marx weiter, „So lange eine Landesregierung die Interessen der Anrainer wenig interessiert und die Region sich in vermeintlichen Partikularinteressen zersplittert, wird der Flughafenbetreiber auch weiterhin seine Interessen nahezu ungehemmt durchsetzen können.“


