18.04.2012 | Rubrik: Presse | Thema: Neu-Isenburg, Verkehr | Stichwort: Flughafen, Flugrouten, Nachtflugverbot, Neu-Isenburg
Flugroutenänderung zu Lasten Neu-Isenburgs droht:
Grüne unterstreichen erneut Forderung nach einer deutlichen Deckelung der Flugbewegungen

Maria Sator-Marx
Foto: Uta MoslerWieder müssen die Bürgerinnen und Bürgern in Neu-Isenburg wachsenden Fluglärm befürchten: Die Flugsicherung plant auf Wunsch von Fraport, zukünftig fast alle startenden Flugzeuge bei Ostwind über die so genannte 07 lang-Route abzuwickeln. Diese Umverteilung würde vor allem eine erhebliche Lärmsteigerung für Neu-Isenburg nach sich ziehen. Umsetzbar wäre diese Routenführung laut DFS noch innerhalb dieses Jahres.
„Fraport stößt den Queue und Isenburg wird zum Bauernopfer – diesmal für den Lerchesberg“, unterstreicht Maria Sator-Marx, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Neu-Isenburg und flughafenpolitische Sprecherin der Kreistagsfraktion, „Die Region ist kein Billardtisch und Flugroutenänderungen keine Lösung! Der Konflikt zeigt einmal mehr, wie dringend eine Deckelung der Flugbewegungen ist!“
Bisher werden ca. 60% aller Starts über die 07 lang-Route und ca. 40% über die 07 kurz geführt. Im Gespräch ist darüber hinaus noch eine dritte Route: die 07 ultralang: auf dieser würden die Flugzeuge noch weiter nach Osten fliegen bevor sie gen Norden einschlagen.
„Der Mensch lebt nicht nur 6 Stunden in der Nacht! Wir brauchen eine Ausdehnung des Nachtflugverbots und auch am Tag klare und deutliche Regelungen: das kann nur eine verbindliche Deckelung der Flugbewegungen sein!“ so Maria Sator-Marx abschließend, „Die Diskussion um Flugroutenänderungen zeigen deutlich, dass die Region zusammenstehen muss: keiner kann sich sicher fühlen!“ Darüber hinaus schlagen die Grünen vor, eine Fluglärm-Schlichtung mit der unabhängigen Prüfung aller Vorschläge zur Reduzierung des Fluglärms zu betrauen.


