20.12.2007 | Rubrik: Presse | Thema: Schule / Bildung, Soziales | Stichwort: Schulsozialarbeit
Schulsozialarbeit ist kein Thema für die große Warteschleife!
Grüne drängen auf ambitionierten Ausbau
Mit einer parlamentarischen Anfrage wollen die Grünen das Thema Schulsozialarbeit erneut in den Focus rücken.
„Wir freuen uns, dass der Kreisausschuss im Entwurf des aktuellen Wirtschaftsplanes nach vielen vergeblichen Anläufen unsererseits jetzt endlich mehr finanzielle Mittel für die Schulsozialarbeit bereitstellen will“, so Andrea Wacker-Hempel, Mitglied der Fraktion im Schul- und im Sozialausschuss, die daran erinnert, dass ein Konzept dazu seit 2002 in den Schubladen der Kreisverwaltung schlummert und der Sozialdezernent noch vor wenigen Monaten einen Antrag der Grünen ablehnte mit den Worten „Es liegen keine Anträge von Schulen vor – deswegen muss man auch keine Mittel bereitstellen.“
„Zynisch“ nannte das Andrea Wacker-Hempel angesichts der Not vieler Schulgemeinden: „Händeringend rufen viele Schulen seit Jahren nach Unterstützung!“
Ein ausgereiftes Konzept zur Schulsozialarbeit ist nach Ansicht der Grünen ein maßgeblicher Baustein sowohl für die Förderung des Schulerfolges wie auch für die Gestaltung von Schule als Lebensraum oder für die präventive Arbeit gegen Gewalt und Schulschwänzen.
Das so genannte Rekon-Konzept aus dem Jahr 2002 war maßgeblich daran gescheitert, das viele Kommunen nicht zur finanziellen Kooperation bereit waren. „Im Ergebnis haben wir derzeit einen bunten Flickenteppich in Sachen Schulsozialarbeit: Einige wenige Stellen werden vom Kreis finanziert, einige Stellen zahlen die Kommunen selbst, andere werden bezuschusst und wieder andere werden durch eine Stiftung finanziert“, erläutert Andrea Wacker-Hempel, „Aus dem Flickenteppich gilt es, ein reißfestes Netz zu stricken!“
Mit ihrer parlamentarischen Anfrage begehren die Grünen darüber Auskunft, von wie vielen Schulen im Kreis Offenbach ein Antrag auf Schulsozialarbeit vorliegt bzw. ob der Kreisausschuss den Bedarf abgefragt hat.
„Wir vermuten, dass viele Schulen aus einer resignativen Haltung heraus gar keinen Antrag mehr gestellt haben“, so Andrea Wacker-Hempel, „Den Haushaltsberatungen im Januar / Februar 2008 sollte aber eine Bedarfsanalyse zugrunde liegen. Nur auf einer solchen Grundlage kann man eine fundierte Planung erstellen.“


