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19.09.2007 | Rubrik: Presse | Thema: Schule / Bildung | Stichwort: LUSD

LUSD – Ein weiteres Desaster des Hessischen Kultusministeriums, das seinesgleichen sucht!

Grüne: Kreis soll nicht finanziell ausbaden, was das Land eingebrockt hat!

„LUSD ist ein Desaster, das seinesgleichen sucht“, so Dr. Klaus-Uwe Gerhardt, schulpolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion, „die Schulsoftware des Kultusministeriums ist für die Schulen eine ungemeine Belastung und für die Sekretariate der Alptraum schlechthin.“
„In allen Schulsekretariaten verzweifeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daran, dass Daten nicht angenommen werden, das System ununterbrochen zusammenbricht und somit die Arbeit einfach nicht gemacht werden kann – und das zusätzlich zu vielen anderen Problemen wie z.B. der ungeheure Bürokratieaufwand für die so genannte Unterrichtsgarantie“, erläutert Dr. Klaus-Uwe Gerhardt, „unendlich viele Überstunden sind so zusammen gekommen.“

Dass die 20 Millionen teure Software – für die es dem Vernehmen nach überhaupt keine Ausschreibung gab, worüber die Grünen im Hessischen Landtag nun Aufklärung verlangen – nicht funktioniert hatte das Kultusministerium jüngst eingeräumt und eine neue Software für das kommende Jahr in Aussicht gestellt. Viele hessische Schulträger haben inzwischen ihren Protest laut formuliert und vom Land finanzielle Kompensation für die Kosten der Schulsekretariate verlangt, die in Hessen von Kommunen und Kreisen finanziert werden.

„Das ist auch im Sinne des in Hessen geltenden Konnexitätsprinzips – Wer bestellt bezahlt – nur folgerichtig“, unterstreicht Dr. Klaus-Uwe Gerhardt. Die Grünen wollen deshalb mit einem Antrag für den Kreistag den Kreisausschuss auffordern, sich diesem Protest anzuschließen und ebenfalls Kosten für den finanziellen Mehraufwand zu fordern.
Bereits im Frühjahr hatten den Kreis Protestschreiben vieler Schulen erreicht. Daraufhin hatten die Grünen am 11. April 2007 eine parlamentarische Anfrage gestellt und um Darstellung gebeten, wie man den Schulen zu helfen gedenke. In einer lapidaren, die Problemsituation verkennenden Antwort lautete der Schlusssatz der Ersten Kreisbeigeordneten Claudia Jäger: „Der Kreisausschuss wird sein Vorgehen in dieser Frage mit den anderen Landkreisen abstimmen.“
„Das sollte der Kreis Offenbach dann jetzt auch dringend tun und nicht aus lauter Parteiräson finanziell ausbaden, was das Land ihm einbrockt!“ so Dr. Klaus-Uwe Gerhardt, der hinzufügt: „Der Kreis pfeift finanziell dermaßen aus dem letzten Loch, dass Großzügigkeiten gegenüber dem Land auch von daher nicht angebracht sind!“


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