16.08.2011 | Rubrik: Anträge | Thema: Umwelt / Natur | Stichwort: Landbau
Ökologischer Landbau im Kreis Offenbach
Antrag zur Kreistagssitzung am 7. September 2011
Beschlussempfehlung:
Der Kreistag wird gebeten, zur nächsten Sitzung des Kreistages am 07.12.2011 einen Bericht zum ökologischen Landbau im Kreis Offenbach vorzulegen. Dieser Bericht soll folgende Fragen beantworten:
- Wie viele Landwirte betreiben ökologischen Landbau im Landkreis Offenbach nach der EU-Öko-Verordnung? Welche Produktionszweige beinhaltet diese Bewirtschaftungsform?
- Wie groß ist die ökologisch bewirtschaftete Fläche und ist diese in den letzten 2 Jahren gestiegen? Erhalten die Betriebe auch Ausnahmegenehmigungen (z.B. für die Anwendung von Pestiziden etc.)? Wenn ja, in welchem Ausmaß?
- Wie groß ist die bewirtschaftete Fläche, auf der sogenannte „Energiepflanzen“ angebaut werden? Gab es Grünlandumbruch in den letzten 2 Jahren? Wenn ja, wie viele Betriebe betrifft dies?
- Wie viele Betriebe erhalten Förderungen von EU, Bund und Land? Wie und wie oft werden Kontrollen durchgeführt?
- Entwickelt der Kreis Offenbach eigene Aktivitäten (Ökolandbau-Förderprogramm für unsere Region o.ä.) und angemessene Maßnahmen zur Unterstützung der Vermarktung heimischer, landwirtschaftlicher Produkte z.B. mit einer Broschüre, in der die Anschriften der Öko-Landwirte, Hofläden, Produkte usw. veröffentlicht werden?
Begründung:
Laut einer Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 01.07.2011 steht Hessen bei der ökologischen Landwirtschaft bundesweit an der Spitze. Das geht aus dem Jahresagrarbericht 2011 hervor, den Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich beim Besuch des 63. Ochsenfestes in Wetzlar vorstellte. Die Ökolandbau-Fläche in Hessen betrage rund 77.000 Hektar, was einem landesweiten Flächenanteil von 10 Prozent entspricht. „Ökologische Produkte werden immer mehr nachgefragt. Das Rhein-Main-Gebiet zählt bei den Öko-Lebensmitteln zu einer der kaufkräftigsten Regionen“, sagte Puttrich.
Trotzdem fühlen sich ökologisch wirtschaftende Landwirte und hessische Direktvermarkter nicht ausreichend gefördert.
Um die Existenz- und Einkommenssituation der Landwirtschaft mit gezielten Maßnahmen und Initiativen nachhaltig zu verbessern und eine Entwicklung hin zu fairen Preisen für landwirtschaftliche Produkte zu erzielen, ist eine Darstellung des Marktpotentials im Kreis Offenbach gefragt.
Zeitnah sollen zu dem Thema VertreterInnen der Landwirtschaft in eine Sitzung des Umweltausschusses eingeladen werden.


