20.05.2009 | Rubrik: Presse | Thema: Soziales | Stichwort: Kinder, Kita
Steigende Anforderungen müssen sich auch in Bezahlung und Arbeitsbedingungen niederschlagen!
Grüne unterstützen Forderungen der Erzieherinnen, Erzieher, Sozialpädagoginnen und Sozialarbeiter
Auf große Sympathie und Unterstützung stoßen die Forderungen der Erzieherinnen und Erziehern aus Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Sozialpädagogen und Sozialarbeitern aus Heimen, Jugendzentren und Jugendämtern bei Andrea Wacker-Hempel, familienpolitische Sprecherin der grünen Kreistagsfraktion und Mitglied im Sozial- und Schulausschuss: „Ihre Arbeit darf nicht länger abgewertet und schlecht bezahlt werden.“
„Mit den wachsenden Ansprüchen an frühkindliche Erziehung sind die Anforderungen an das pädagogische Personal enorm gestiegen: Das muss sich in verbesserten Arbeits- und Rahmenbedingungen niederschlagen“, stimmt Andrea Wacker-Hempel den ErzieherInnen zu und führt weiter aus: „Alle, die Kitas auch von innen kennen, wissen um die Belastungen, die der Erzieherberuf bei allen Freuden mit sich bringt: nicht zuletzt hohe Krankenstandszahlen zeugen davon. Nur ein Viertel glaubt, in diesem Beruf gesund das Rentenalter zu erreichen.“
„Wir wollen und müssen diese Berufe attraktiv halten und ihnen gesellschaftlich die hohe Anerkennung zukommen lassen, die sie verdienen“, so Andrea Wacker-Hempel weiter und unterstreicht: „Auch im Ballungsraum müssen die Erzieherinnen von ihrem Gehalt leben können: Mehr als ein Drittel aller ErzieherInnen verdient weniger als 1500 Euro brutto!“
Die Grünen warnen ausdrücklich vor dem deutlich absehbaren Mangel an ausgebildetem Fachpersonal: „Wir alle wollen und brauchen den Ausbau des Angebotes und weit mehr als eine Beaufsichtigung der Kinder. Dazu brauchen wir natürlich auch gutes Personal und das gibt´s nicht auf Dauer zum Hungerlohn!“
Ganz ausdrücklich schließen sich die Grünen der Forderung an, die Rahmenbedingungen zu verbessern und insbesondere die Gruppengrößen in den Kitas zu senken: „Große Gruppen sind eine schlechte Grundlage für den hohen Anspruch an Integration und frühkindliche Bildung als Voraussetzung für einen guten Schulstart.“
„Gerade auch in Dietzenbach ist die Kita-Situation überfällig für Verbesserungen: Haushaltskonsolidierung auf Kosten der Eltern und der Erzieherinnen ist der falsche Weg“, so Andrea Wacker-Hempel abschließend, „Es ist weder für die Kinder förderlich noch für die Erzieherinnen dauerhaft erträglich, wenn die Kindergruppen überwiegend bis zur gerade noch gesetzlich zulässigen Größe voll gestopft werden. Meine Hochachtung für die Arbeit, die in den Kitas trotz allem jeden Tag mit Engagement und Fachwissen geleistet wird.“
Die Grünen wollen sich sowohl im Kreis als auch in den Kommunen im Kreisgebiet im Sinne der Forderungen einsetzen.


