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18.12.2006 | Rubrik: Presse | Thema: Schule / Bildung | Stichwort: Schulentwicklungsplan

Schulentwicklungsplan

Großkoalitionärer Durchmarsch gegen Bildungschancen

Als einen großkoalitionären Durchmarsch gegen Bildungschancen bezeichnet Dr. Klaus-Uwe Gerhardt, schulpolitischer Sprecher der grünen Kreistagsfraktion, das Abstimmungsverhalten von CDU und SPD zum Schulentwicklungsplan im Schulausschuss: „Die Schließungen der Schulen missachten bildungswissenschaftliche Erkenntnisse. Die Voten von Schulleitungen, der Schulkommission, der Elternvertretung, der Schülervertretung, von kommunalen Vertretungen und Lehrerverbänden werden ignoriert. Chancengleichheit für Schülerinnen und Schüler wird verschlechtert – Steuergeld wird verplempert.“

Als abstrus bezeichnen die Grünen den Plan, die Schulgemeinde der Johann-Hinrich-Wichern-Schule aus Mühlheim nach Seligenstadt/Klein-Welzheim zu verlagern. „Dieses Vorhaben entbehrt jeglichen bildungspolitischen Sinn! Ausschließlich der unsinnige Plan, die dort beheimatete – millionenschwer renovierte – Gerhart-Hauptmann-Schule aufzulösen, ist der Hintergrund dafür, die Kinder der Schule zusammen mit denen der Don-Bosco-Schule in Klein-Welzheim unterzubringen. Und die Idee, die Kinder der Förderschule dezentral beschulen zu lassen, ist zeitnah nicht umsetzbar und allenfalls Zukunftsmusik. Beispielsweise ist die dazu notwendige Verdreifachung der Lehrerstellen nicht aus dem Hut zu zaubern!“ betont Dr. Klaus-Uwe Gerhardt in der Hoffnung, dass wenigstens für diese Schule die Vernunft siegt: Die SPD hatte im Ausschuss „keine Abstimmung“ beantragt.

Unbeirrt stimmte die Mehrheit alle oppositionellen Änderungsanträge zur Schullandschaft in Seligenstadt nieder.

Fast auf den Tag genau 21 Monate ist es her, als der Kreisausschuss in einem Schreiben vom 15. März 2005 an das Hessische Kultusministerium noch die Meinung vertrat:
„Auch wenn im Erlass-Entwurf nicht namentlich erwähnt, so steht doch offensichtlich die Selbständigkeit der beiden Seligenstädter Haupt- und Realschulen zur Disposition. Die angezeigte Reduzierung der Haupt- und Realschulstandorte im Ostkreis ignoriert jedoch völlig die vom Schulträger am Standort Seligenstadt/Klein-Welzheim getätigten Investitionen zum Ausbau der dortigen Haupt- und Realschule sowie der räumlichen Verhältnisse an der Haupt- und Realschule in der Kernstadt. Eine Zusammenlegung der beiden Haupt- und Realschulen sehen wir aber nicht nur aufgrund der räumlichen Gegebenheiten sondern einvernehmlich mit dem Staatlichen Schulamt auch wegen der Größe der damit entstehenden Schuleinheit (ca. 900 Schülerinnen und Schüler) als problematisch an. (...)“

„An dieser zutreffenden Begründung hat sich nichts verändert“, unterstreicht Andrea Wacker-Hempel, Mitglied im Schulausschuss und fragt sich, ob auch das Staatliche Schulamt von einem wundersamen Meinungswechsel heimgeholt wurde, „Und der Vizepräsident des Hessischen Landtags vergisst einfach seine Zusage, die er der Schulgemeinde vor der Kommunalwahl gemacht hat.“ (siehe dazu beiliegenden Brief)

„In Umkehrung dieser stichhaltigen Argumente aus dem Jahr 2005 sollen jetzt weitere Millionen aus dem Steuersäckel fließen für einen Ausbau der gerade eingeweihten Merianschule und für die Anpassung des Schulgebäudes Gerhart-Hauptmann-Schule an die Bedürfnisse der Lernhilfeschule“, so Andrea Wacker-Hempel weiter, die unterstreicht, dass die exzellenten Prüfungsergebnisse, die die Gerhardt-Hauptmann-Schule vorzuweisen hat, auch offensichtlich nur in Sonntagsreden eine Rolle spielen: „Eine Geschichte aus Absurdistan, könnte man glauben!“

„Pisa muss endlich vor Ort ankommen“, betont Dr. Klaus-Uwe Gerhardt, „ein breit gefächertes Schulsystem mit einem passgenauen und wohnortnahen Angebot für alle Kinder, kleine Klassen und engagierte, gut ausgebildete Lehrer – die ihre Energie nicht im Existenzkampf für ihre Schule verschleudern müssen – das ist es, was wir brauchen! Die demografische Entwicklung müssen wir schulpolitisch als eine Chance verstehen für bessere Bildung! Stattdessen werden von der Mehrheit im Kreistag Offenbach demografische Daten – noch dazu sehr fragwürdige – als Chance verstanden, Schulen zu schließen. Wir bleiben bei unserer Forderung: Chancen erhalten – Schulen erhalten! Die Wichernschule braucht eine neue Unterkunft in Mühlheim oder Obertshausen, die Gerhart-Hauptmann-Schule bleibt erhalten ebenso wie die Hans-Memling-Schule und die Fröbelschule in Obertshausen, die Don-Bosco-Schule erhält zusammen mit der Matthias-Grünewald-Schule ein neues Gebäude.“


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