15.03.2005 | Rubrik: Presse | Thema: Schule / Bildung | Stichwort: Lebenslanges Lernen
Zentrum für lebenslanges Lernen in Dreieich
In Wiesbaden ist das Konzept bekannt – für die Kreisgremien immer noch ein Geheimnis!
Erhebliche Verwunderung hat eine Antwort der Kultusministerin bei der bündnisgrünen Kreistagsfraktion ausgelöst: Auf Nachfrage antwortete die Ministerin in der Plenarsitzung des Hessischen Landtages am 22.2.05 betreffend des in Dreieich angedachten `Zentrums für lebenslanges Lernen´ dem Abgeordneten Frank Kaufmann: „Mir liegt ein Konzept mit dem von Ihnen genannten Titel seit der vergangenen Woche vor. (...)“
Wenige Tage zuvor – in der Kreistagssitzung am 9.2.05 – hatte der Landrat kundgetan, dass das Konzept voraussichtlich erst Ende März den Gremien vorgelegt werden kann.
„Entgegen anders lautenden Unterstellungen geht es uns überhaupt nicht darum, die Zentrumsidee zu verunglimpfen“, kommentiert Andrea Wacker-Hempel, „die Geheimniskrämerei des Landrates um die Sache verhindert aber eine konstruktive und breite Diskussion über ein solches Mammutvorhaben. Und eine solche gilt es zu führen angesichts der Projektdimension, die ja gerade in finanzieller Hinsicht gewaltige Ausmaße erreichen dürfte. Auch die schönsten Konzepte sind sinnlos, wenn sie finanziell nicht darstellbar sind.“
„Angesichts der Tatsache, dass der Kreis nicht nur restlos pleite sei, sondern auch einen kaum zu überblickenden Schuldenberg vor sich hat, dürfte ein eigenes nennenswertes finanzielles Engagement die Schwelle der Kommunalaufsicht nicht nehmen“, befürchten die Kreistagsgrünen.
Bereits seit November geistert herum, dass es angeblich ein Konzept geben soll. Gesehen hat es sowohl in den Kreisgremien als auch in den Gremien des vorgeschlagenen Standortes Dreieich niemand – laut Pressemeldungen auch nicht die SPD als Koalitionspartnerin der CDU im Kreis.
„Die Vorgehensweise des Urheberschaft reklamierenden CDU-Trios dient nicht der Sache und zeugt von mangelndem Respekt gegenüber den Parlamenten. Der Versuch, all diejenigen zu diskreditieren, die berechtigte Fragen stellen, diskreditiert diejenigen, die das versuchen“, so Andrea Wacker-Hempel abschließend.


