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16.02.2006 | Rubrik: Presse | Thema: Verschiedenes | Stichwort: Zwangsprostitution

Rote Karte für Zwangsprostitution!

Bündnisgrüne wollen Unterstützung für „abpfiff“ – einer Kampagne zur Fußballweltmeisterschaft

Am 7. März startet der Deutsche Frauenrat seine Kampagne „abpfiff“. Diese Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, eine breite Öffentlichkeit für das Problem des Handels mit Frauen zum Zweck der sexuellen Ausbeutung zu sensibilisieren.
Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / die Grünen hat Landrat Peter Walter aufgefordert, dieses Anliegen zu unterstützen.
„Erfahrungsgemäß steigt bei Großereignissen wie der Fußballweltmeisterschaft die Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen und im Schatten boomt die Zwangsprostitution“, erläutert dazu Ursula Chmelik, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion, „wir begrüßen es deswegen sehr, dass sich ein bundesweites Netzwerk unter dem Dach des Frauenrates zusammengeschlossen hat, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen.“

Die Kampagne richtet sich gegen die schlimmen Menschenrechtsverstöße, nicht jedoch gegen die legale Prostitution und unterstreicht, dass Prostitution und Zwangsprostitution getrennt betrachtet werden müssen.
Überwiegend kommen die Frauen aus osteuropäischen Ländern, werden von kriminellen Schleusern mit falschen Jobversprechen hergelockt und sind dann in der Illegalität erpressbar – nicht selten mit körperlicher Gewalt und Freiheitsberaubung.

„Es ist erfreulich, dass inzwischen auch der Deutsche Fußballbund die Kampagne unterstützt und Meinungen wie die von Gerhard Mayer-Vorfelder ins Abseits geraten, der vormals mitteilte, man wolle in dieser leidigen Angelegenheit lieber nicht aktiv werden, schließlich unterstütze man ja schon SOS-Kinderdörfer“, erläutert Ursula Chmelik dazu, „nur mit breiter Unterstützung kann es gelingen, das schmutzige Geschäft mit dem Sex anzuprangern.“

Während andernorts „Verrichtungsboxen“ für den schnellen Sex aufgestellt werden sollen (Dortmund), unterstützt die Stadt Frankfurt die Beratungsstelle `Frauenrecht ist Menschenrecht´ lobenswerter Weise mit 18.000 Euro für eine Kampagne, die gezielt Freier dazu auffordert, im Kampf gegen Zwangsprostitution mitzuhelfen.

„Wir hoffen sehr, dass auch im Kreis Offenbach geeignete Wege gefunden werden, um die Initiative zu unterstützen“, so Ursula Chmelik weiter, „beispielsweise könnte der Kreis Offenbach das Kampagnenmaterial aktiv zur Verbreitung verhelfen, einen Button auf seiner Homepage einrichten und Mitstreiter aktivieren. Schließlich engagiert sich der Kreis Offenbach ja auch für die positiven Seiten der Weltmeisterschaft – die Schattenseiten dürfen dann nicht am Pfosten abprallen.“

In dem bundesweiten Netzwerk „abpfiff“ arbeiten neben amnesty international und dem Bund Deutscher Kriminalbeamter auch Medica Mondiale, das ökumenische Forum christlicher Frauen in Europa, die evangelische Kirche und der Bundesweite Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess mit. Unterstützt werden sie von katholischen Frauenverbänden, der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Frauen von Bündnis 90 / Die Grünen, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, des Deutschen Sportbundes, der Gewerkschaft der Polizei, dem Juristinnenbund und vielen mehr.
Auch der hessische Landtag hat einstimmig die Unterstützung der Kampagne beschlossen.

„Fair play ist nicht nur das Motto auf dem Rasen, sondern gilt auch für das Bordell“, so Ursula Chmelik abschließend.


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