20.03.2008 | Rubrik: Presse | Thema: Energie, Schule / Bildung, Seligenstadt / Mainhausen | Stichwort: Klimaschutz, Schule, Seligenstadt
Durchbruch für den Klimaschutz, aber Abbruch für seriöse Prognose?
Planungen zum Schulbau Giselastraße / Seligenstadt: Grüne fordern Planungen auf der Grundlage aktueller Prognosedaten
Auf große Zustimmung stößt bei der grünen Kreistagsfraktion die Ankündigung, dass nunmehr ein Neubau an der Giselastraße in Passivbauweise entstehen soll.
„Endlich tragen unsere vielen parlamentarischen Initiativen pro Energieeffizienz Früchte“, freut sich der umweltpolitische Sprecher Hans-Peter Bicherl und erinnert daran, dass selbst in jüngster Zeit unter Protest der grünen Fraktion Neubauprojekte des Kreises – wie zum Beispiel das Haus des lebenslangen Lernens in Dreieich – lediglich mit konventionellen Standards errichtet wurden: „Wir hoffen, dass das Seligenstädter Projekt keine Eintagsfliege bleibt, sondern endlich der Durchbruch ist für ein Umdenken an der Kreisspitze! Ohne Konsequenz im Handeln wird Klimaschutz zur hohlen Phrase und Energierechnungen zum hoch gefürchteten Posteingang!“
Getrübt wird die Freude der Grünen jedoch durch die nach wie vor bestehende Absicht, die Grundschulstandorte in Seligenstadt von drei auf zwei zu reduzieren: „Wir halten die Schließung der Hans-Memling-Schule für den falschen Weg. Bereits in der Planung mit der Maximalbelegung der Klassen zu kalkulieren ist mehr als bedenklich“, so Hans-Peter Bicherl, „Im Hinblick auf die absehbare Entwicklung des Ortes sind zwei Grundschulstandorte für Seligenstadt unzureichend. Insofern halten wir an der Forderung nach einem Moratorium fest.“
„Um Schulentwicklung für Seligenstadt zukunftsfest zu planen, müssen die aktuellen statistischen Daten natürlich einbezogen werden“, betont Hans-Peter Bicherl und verweist darauf, dass die Fraktion diese Zahlen per Antrag zu der Kreistagssitzung am 23. April einfordern wird, „Ohne fundierte Datengrundlage keine seriöse Entscheidung!“


