đŸŒ» Wahlprogramm

Aus unserem Wahlprogramm:

KLIMASCHUTZ IST GÜNSTIGER ALS KLIMAANPASSUNG, ÖKOLOGISCH NOTWENDIG, ÖKONOMISCH SINNVOLL UND KANN NUR KOMMUNAL GELINGEN.
Der Klimawandel ist eine ernstzunehmende Bedrohung fĂŒr das Leben auf unserem Planeten. Schon heute sorgt der weltweite Temperaturanstieg fĂŒr ErnteausfĂ€lle, Waldsterben und WĂŒstenbildung. Infolge dieser klimabedingten Katastrophen sind jĂ€hrlich etwa 20 Millionen Menschen auf der Flucht. Steigt die globale Durchschnittstemperatur um mehr als 1,5 Grad Celsius, könnten RĂŒckkopplungs- und Kaskadeneffekte den Klimawandel unaufhaltsam machen. Unser Ziel ist es zusammen mit den Kommunen KlimaneutralitĂ€t bis 2035 erreichen! Klimaschutz ist gĂŒnstiger als Klimaanpassung. Klimaschutz kann nur kommunal gelingen, ist ökologisch notwendig und ökonomisch sinnvoll. Der Kreis muss die Klimaschutzmaßnahmen der Hessischen Landesregierung aktiv unterstĂŒtzen.

DER SCHUTZ DES BODENS UND GRUNDWASSERS SOWIE DIE ERHALTUNG DER BIODIVERSITÄT HABEN FÜR UNS PRIORITÄT.
Die Natur und Umwelt stellen unsere Lebensgrundlage dar. Wir mĂŒssen Boden und Grundwassers schĂŒtzen.
Die BiodiversitĂ€t muss erhalten bleiben. Wir wollen ein Umdenken in der Landwirtschaft und in der Herstellung von Lebensmitteln fĂŒr einen bewussteren und gesĂŒnderen ErnĂ€hrungsstil. FĂŒr bessere WasserqualitĂ€t mĂŒssen unsere Grundwasser, die FließgewĂ€sser und Seen besser geschĂŒtzt werden. Die Grundwasserneubildung darf nicht wesentlich durch Versiegelung des Bodens oder andere BeeintrĂ€chtigungen eingeschrĂ€nkt werden. Der Schutz des Bodens und der BiodiversitĂ€t hĂ€ngen davon ab, wie wir mit den FlĂ€chen haushalten und Renaturierung ermöglichen. Ökolandwirtschaft sichert gesunde ErnĂ€hrung, schont Wasser und Böden und stĂ€rkt die Artenvielfalt.

DER KREIS MUSS DER MOTOR SEIN FÜR GRÜNE MOBILITÄT.
Aufenthalts- und Fortbewegungsmöglichkeiten sind ein wichtiger Faktor der LebensqualitĂ€t. Eine moderne MobilitĂ€tspolitik muss neben QualitĂ€t und Sicherheit auch der Klimafreundlichkeit Rechnung tragen. Wir setzen uns deshalb fĂŒr den weiteren Ausbau des Radwegenetzes ein: vom Freizeitradeln zum Alltagsverkehr. Außerdem ist es uns wichtig fĂŒr die Menschen im Kreis Offenbach das Leben in der Nachbarschaft zum Flughafen ertrĂ€glicher zu machen.

SCHULEN IM KREIS MÜSSEN GANZTAG UND DIGITAL MÖGLICH SEIN. AUSBAUPLÄNE MÜSSEN BESSER KOORDINIEREN WERDEN.
Bildung ist der SchlĂŒssel zum persönlichen Erfolg und zum selbstbestimmten Leben. Wir setzen uns fĂŒr ein breites Schulangebot ein. Gute Schulen verbessern die Bildungschancen. Der SchultrĂ€ger Kreis Offenbach sollte zielgerichteter in die Köpfe investieren und die QualitĂ€t der Schulen erhöhen. Dazu gehören ein angemessenen Raumangebot, eine funktionierende GebĂ€udewirtschaft, ein flĂ€chendeckendes Ganztagsschulangebot und zusĂ€tzliche Angebote wie Schulsozialarbeit. Der Kreis Offenbach ist wirtschaftlich der drittstĂ€rkste Kreis in Hessen und zustĂ€ndig fĂŒr 88 Schulen. Wir begrĂŒĂŸen, dass das PPP-Projekt (Public Private Partnership) an den Schulen im Kreis Offenbach beendet und die TrĂ€gerschaft des GebĂ€udemanagement der Schulen wieder in kreiseigene Gesellschaften ĂŒbergegangen ist.

WIRTSCHAFTLICHKEIT UND LEBENSQUALITÄT DES KREISES BRAUCHEN INTERKOMMUNALE ZUSAMMENARBEIT UND EINE AKTIVE REGIONALPOLITIK.
Der SchlĂŒssel zur effizienteren und bĂŒrgerfreundlicheren Verwaltung liegt in der Nutzung von Synergieeffekten durch Interkommunale Zusammenarbeit. Wir wollen, dass der Kreis sich insbesondere hierĂŒber an zukunftsfĂ€higen Lösungen durch die Entwicklung eigener Ideen und als Antreiber beteiligt, ganz im eigenen Interesse. Interkommunale Zusammenarbeit ist die zentrale Forderung, die auf sehr viele Bereiche der Politik im Kreis angewendet werden kann. Interkommunale Zusammenarbeit ist interdisziplinĂ€r. Wir wollen die zielgerichtete Ausweitung der Digitalisierung im Verwaltungswesen. Es gibt kein Denkverbot bei der Suche nach gleichzeitig aber nicht gemeinsam ausgefĂŒhrten Verwaltungsverantwortlichkeiten.

FLÄCHENFRAß STOPPEN UND KOMMUNALEN WOHNRAUM SCHAFFEN.
Trotz des Drucks auf den Wohnungsmarkt im Ballungsraum gilt es, den Charakter des Kreisgebietes in seiner AusprĂ€gung als „Großstadt im GrĂŒnen“ mit viel Naherholungspotential zu bewahren und einer Zersiedelung entgegenzuwirken: der FlĂ€chenverbrauch muss minimiert und WaldflĂ€chen, AckerflĂ€chen und GrĂŒnflĂ€chen mĂŒssen erhalten bleiben. Baumaßnahmen mĂŒssen dem Schutz des Klimas Rechnung tragen und Möglichkeiten fĂŒr Wassereinsparung nutzen.

IM KREIS OFFENBACH LEBEN MENSCHEN AUS ÜBER 180 LÄNDERN.
Sie alle – egal, welcher Herkunft oder Religion – sind Teil unserer Gemeinschaft. Sie sind keine Fremden! Wir fördern den interkulturellen Dialog und treten fĂŒr ein gutes und friedliches Miteinander aller Menschen ein. Im Mittelpunkt des friedlichen Miteinanders kann nur die Toleranz stehen. Deshalb werben wir fĂŒr gegenseitige Toleranz.