01.12.2016 | Rubrik: Presse | Thema: Verschiedenes, Verschiedenes | Stichwort: Ehrenamt, Preisvergabe, Umweltpreis
Nur ein Stolperschrittchen
Grüne kritisieren Preisvergabe im 4-Jahres-Turnus

Werner Kremeier
Foto: Uta MoslerNachdem die grüne Kreistagsfraktion beantragt hat, wieder jährlich einen Umweltpreis durch den Kreis Offenbach zu vergeben, hat sich der Kreisausschuss nun zu einem Stolperschrittchen durchgerungen: alle 4 Jahre soll ein Umweltpreis im Wechsel mit anderen Preisen (Kultur, Jugendengagement und Soziales) vergeben werden.
„Das ist der Sache nicht angemessen“, kritisiert Werner Kremeier, kulturpolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion, „Dem Ehrenamt gebührt Respekt und Anerkennung – nicht nur alle 4 Jahre!“
Gleiches gilt für die Grünen auch gegenüber den anderen Kategorien: Z.B. haben im Jugendengagement einige Gruppierungen damit nie die Chance auf einen Preis, da die Initiativen in der Regel nicht auf Jahrzehnte ausgelegt sind. Bisher wurde der Preis im 2jährigen Turnus vergeben.
Wie auch die übrigen Preise wurde der mit 2000€ dotierte Umweltpreis bis 2014 jährlich vergeben – jährlich wechselnd im Kinder- und Jugend- bzw. Erwachsenenbereich. Dann fiel er dem Rotstift zum Opfer.
Die Grünen des Kreisverbandes hatten daraufhin den GRÜNEN Umweltpreis ins Leben gerufen und bisher zweimal vergeben: im Jahr 2015 wurde der Obst- und Gartenbauverein Lämmerspiel für das Anlegen einer Erlebnis-Streuobstwiese geehrt, in diesem Jahr die SG Götzenhain für ihre vorbildlichen Verdienste um den Klimaschutz.
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit diesem Preis die großen Verdienste Ehrenamtlicher um den Umweltschutz jährlich in den Focus rücken können“, unterstreicht dazu Werner Kremeier.
„Von den vergleichsweise verschwindend geringen Summen für die Preisverleihungen, die zudem in Teilen noch gesponsert werden, wird der Haushalt des Kreises nicht malträtiert“, ergänzt Werner Kremeier, „ganz im Gegenteil: wir alle profitieren von dem großen Engagement der Ehrenamtlichen – nicht zuletzt der Kreis. Deswegen sollte das Augenmerk eher öfter darauf gerichtet werden statt weniger. Der Plan von CDU und SPD ist ein falsches Signal.“


