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11.01.2007 | Rubrik: Presse | Thema: Soziales | Stichwort: Kinder- und Jugendhilfe, Kindeswohlgefährdung

Kindeswohlgefährdung: Kein Rotstift an der falschen Stelle!

Grüne wollen Optimierung der Kinder- und Jugendhilfe inklusive notwendiger Fortbildung des Personals

„Wir müssen alles tun, was wir können, um dramatische Kinderschicksale wie die von Kevin oder Jessica oder zu vermeiden“, betont Reimund Butz, Fraktionssprecher der Grünen im Kreistag, „deshalb gilt es, die vorhandenen Netzwerke und Frühwarnsysteme zu optimieren und nicht an der falschen Stelle den Rotstift anzulegen.“ Mit einer parlamentarischen Initiative im Kreistag wollen die Grünen dafür sorgen, dass die Sensibilisierung für das Thema wächst, die Diskussion um eine Optimierung der Kinder- und Jugendhilfe im Kreis Offenbach nicht ins Stocken gerät, die notwendigen finanziellen Mittel beispielsweise für Fortbildung des Fachpersonals zur Verfügung gestellt werden und der Aufbau eines Netzwerkes von Jugendhilfe, Hebammen, Kinderärzten und Verbänden vorankommt.

„Keinesfalls ist unsere Initiative als Kritik am zuständigen Fachdienst zu verstehen, der mit engagiertem Personal arbeitet“, unterstreicht Reimund Butz, „aber sowohl eine neue gesetzliche Grundlage in der Sozialgesetzgebung als auch bekannt gewordene Fälle von besonderer Brutalität an Kindern lassen ein `Weiter so` nicht zu. Wir müssen das Fachpersonal schulen, damit Vernachlässigung oder Gewalt rechtzeitig erkannt werden kann, wir brauchen eine Optimierung des interdisziplinäres Netzes und ein gutes Angebot von Erziehungsberatung, Familienzentren, Familienbildungsstätten (die z.B. mit dem Projekt „Opstapje“ in Dreieich sehr gut arbeiten, was es andernorts auszubauen gilt), personell gut ausgestatteten Kitas, ambulanten Hilfen bis hin zu Einrichtungen für die Fremdunterbringung, wenn daran kein Weg vorbei geht.“

Auf die Kritik der Grünen trifft bezüglich der sozialpädagogischen Einrichtungen (SEKO) der Plan des Kreises, sich seiner Wohngruppen und seiner Inobhutnahmegruppe zu entledigen. „Es spräche vieles dafür, die Gruppen in eigener Regie weiterzuführen und damit den direkten und kostengünstigen Zugang zu sichern“, so Reimund Butz, „Outsourcing ist nicht immer klug. Der Kreis wäre gut beraten, hier nicht dem Beispiel anderer zu folgen und die Gruppen selbst konzeptionell auf die Anforderungen auszurichten.“

Im vergangenen Herbst hat auch der Kreisjugendhilfeausschuss begonnen, sich mit dem Thema dezidiert zu beschäftigen. Bei der dortigen Plenumsdiskussion wurde deutlich, dass die Finanzierung des notwendigen Schulungsbedarfs nicht gesichert ist. „Wir gehen davon aus, dass die Gelder dafür erhöht werden müssen, was im vorliegenden Haushaltsplanentwurf des Kreises nicht der Fall ist“, erläutert Reimund Butz, „das ist der Rotstift an der falschen Stelle!“

„Auch das Land Hessen ist dringend gefordert, den Ausbau der Hilfenetze finanziell zu unterstützen“, betont Reimund Butz abschließend, „stattdessen hat die Landesregierung in den vergangenen Jahren die Landeszuschüsse beispielsweise für Erziehungsberatung und Familienbildung gestrichen – ein fataler Schritt, der Nöte in unsäglicher Weise potenziert hat. Gerade diese Einrichtungen brauchen Optimierung und Stärkung, um verunsicherte und überforderte Eltern unterstützen zu können!“

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